Die Benotung


LEISTUNGSBEURTEILUNG IM FACH WAT

Der WAT-Unterricht ist ein Kernbereich des Dualen Lernens und zentraler Schwerpunkt unseres Schulprogramms.

 

Die WAT-Note setzt sich aus dem Fachunterricht, den abgeleisteten Praktika und der Schülerfirmenarbeit (Beteiligung an Aufträgen der Schülerfirma) zusammen. Der zeitliche Umfang der Praktika entspricht annähernd dem Umfang des Fachunterrichts. Für die Schülerfirmenarbeit schreibt unser Schülerfirmenkonzept vor, dass alle Schüler sich an mind. zwei Aufträgen beteiligen sollen.

 

Bisher fehlen einheitliche Kriterien zur Leistungsbewertung und -dokumentation der einzelnen Teilbereiche. Diese sollen im Ansatz für das Fach WAT entwickelt werden.

 

Für die PL-Klasse gelten diesbezüglich andere organisatorische und inhaltliche Vorgaben, so dass wir nicht in allen Punkten eine Vereinheitlichung erreichen können.

 

Praktikum

Unser Praktikumskonzept schreibt den Umfang, die Organisation und den Ablauf der Praktika vor. Dazu gehört die Einschätzung/Bewertung des Betriebes, die Einschätzung durch die betreuende Lehrkraft und die Dokumentation der betrieblichen Arbeit durch die Schülerin oder den Schüler (Praktikumsordner).

 

Die Einschätzung des Betriebs erfolgt auf einem einheitlichen, von uns entworfenen Bewertungsbogen (s. Anlage). Auf diesem werden z. B. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Mitarbeit usw. beurteilt. Die Bewertung endet mit einer Gesamtzensur.

 

Die Lehrkraft ergänzt bzw. modifiziert diese Zensur auf Grundlage ihrer Einschätzung. Hier fließt u. a. die Praktikumssuche und ggf. ein Praktikumsabbruch und/oder der Neubeginn in einem anderen Betrieb ein. Als Hilfsmittel existiert ein Anwesenheitsbogen.

 

Während und nach dem Praktikum wird die jeweilige betriebliche Tätigkeit in Form von Tagesberichten, Arbeitsplatzbeschreibungen, Vorgangsbeschreibungen und dergl. dokumentiert und in einem Praktikumsordner gesammelt.

Der Praktikumsordner soll grundlegend überarbeitet und vereinheitlicht werden. Dies muss bis zum Beginn des nächsten Praktikums erfolgt sein. Außerdem sollen Bewertungskriterien– formale und inhaltliche – für die Benotung angelegt werden, die dann für alle Schülerinnen und Schüler gelten. (s. Anlage).


Fachunterricht WAT

Im Fachunterricht haben wir drei Teilbereiche, die für die Bewertung relevant sind:

  • die Theorie (Fachtheoretischer Unterricht)
  • die erstellten Produkte bzw. eine Dienstleistung
  • der Berichtsordner (Schülerfirmenordner)

 

Für den Theoriebereich wurde über die verbindliche Erstellung von schriftlichen Klassenarbeiten bzw. schriftlicher Tests kontrovers diskutiert. Die Sinnhaftigkeit einer derartigen Leistungskontrolle im eher praktisch orientierten Unterricht wurde in Frage gestellt. Stattdessen wurde vorgeschlagen in allen Gewerken verbindlich Vorgangsbeschreibungen anfertigen zu lassen und als eine Grundlage der Leistungsbewertung zu nehmen. Für die Vorgangsbeschreibungen gibt es einige gute Vorlagen und Arbeitsblätter (z. B. Klick-Arbeitshefte), die dann entsprechend differenziert eingesetzt werden können.

 

 

 

Die Produkterstellung bzw. Dienstleistung an den Praxistagen ist in allen Gewerken selbstverständlich und wird durch die jeweiligen Arbeitspläne (Curricula) vorgegeben. Die WAT-Lehrkräfte werden diese Schülerleistungen regelmäßig prüfen und bewerten. Dafür kann ein Bewertungsbogen entworfen werden, der tabellarisch die individuelle Leistung in Abstufungen oder als Note  erfasst.

 

 

Im Berichtsordner(Schülerfirmenordner) sollten alle schriftlich angefertigten Planungsübersichten, die Arbeitsabläufe und Tagesberichte enthalten sein. Es ist bisweilen sehr mühsam, die Schülerinnen und Schüler zu einer ordentlichen und vollständigen Führung dieser Ordner zu bringen. Auch bestand unter den WAT-Kollegen Uneinigkeit über die Sinnhaftigkeit von Formulierungen in Stichworten oder in ganzen Sätzen. Gleichwohl erleichtern diese Ordner die Arbeit, vor allem für die Erstellung einer produktorientierten Präsentation. Die Benotung des Berichtordners übernimmt der WAT-Lehrer.


Schülerfirmen-Aufträge

Eine Teilnahme an Aufträgen der Schülerfirma ist verbindlich. Da es sich jedoch oft um Veranstaltungen außerhalb der regulären Unterrichtszeit handelt, ist die Verbindlichkeit von Seiten der Schüler nicht immer gewährleistet. Die Bereitschaft einiger Schüler an Aufträgen der Schülerfirma mitzuarbeiten, lässt im Laufe der Schuljahre nach. Schülerinnen und Schüler der Klassen 10 sind leider nicht immer zu motivieren. Ebenso ärgerlich ist bisweilen die fehlende Verlässlichkeit, wenn trotz Zusagen die Schüler nicht zum Auftrag erscheinen.

 

Bewertet werden soll daher, ob die Schülerinnen und Schüler überhaupt teilnehmen und wie die Qualität ihrer jeweiligen Arbeitsleistung einzuschätzen ist. 

 

Dafür haben die Kollegen einen Erfassungsbogen entwickelt, der die SuS namentlich aufführt und tabellarisch eine Einschätzung in drei Stufen erlaubt. Diese Übersichten müssen während oder kurz nach den Aufträgen von den beteiligten Kollegen erstellt und in einem Ordner abgelegt werden. Zur Weiterarbeit werden sie von der Schulsekretärin rechtzeitig vor den Zeugnissen für die zuständigen Klassenlehrer ausgewertet.

 


Gewichtung der Teilbereiche und Dokumentation auf dem Zeugnis

Wir haben uns darauf verständigt, die Bewertung der Teilbereiche des Faches WAT unterschiedlich zu gewichten. Eine Orientierung wäre das Verhältnis: 40:50:10 

 

Die Zensur auf dem Zeugnis für das Fach WAT ergibt sich somit aus der Bewertung der Teilbereiche. Zu klären ist, in welcher Form wir dies auf den Zeugnisformularen dokumentieren (dürfen). Wünschenswert wäre, die Wat-Note auf dem Zeugnis zu untergliedern mit den Bezeichnungen WAT-Fachunterricht, WAT-Praktikum, WAT-Schülerfirma und entsprechende Unterzensuren einzutragen. Daraus wäre dann rechnerisch die Gesamtzensur zu bilden.

 

Ob dies den Vorgaben für die Zeugniserstellung lt. AV-Zeugnisse entspricht, muss von der Schulleitung geklärt werden. Insbesondere bei den Abschlusszeugnissen ist auf die entsprechenden schulgesetzlichen Vorgaben zu achten.

 

Im Sinne einer individuellen und schülerorientierten Leistungsbewertung wäre es sehr wünschenswert, die Zeugnisse dahingehend zu modifizieren. Die erbrachten Leistungen im Rahmen des Dualen Lernens würden übersichtlich und nachvollziehbar dokumentiert, was vor allem für die Abschlusszeugnisse von großem Vorteil für unsere Schülerinnen und Schüler wäre.

 

Sollte eine Ergänzung der Zeugnisse nicht möglich sein, wäre die Gesamtnote WAT zwar durch die o. g. Teilbereiche zu bilden, es dürfte aber – wie bisher – unter Bemerkungen lediglich erwähnt werden, dass die Schülerin oder der Schüler ein Praktikum absolviert hat, bzw. an Aufträgen der Schülerfirmen teilgenommen hat.